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TÜV SÜD verleiht Service Quality Award

Foto: TÜV SÜD

Starke Partner für mehr Sicherheit im Verkehr: die Gewinner des TÜV SÜD Service Quality Awards 2017. V. l. n. r.: Karl-Heinz Bühler, Inhaber, Autohaus Bühler Sweden Car (Platz 1), Jan Stengl, stellvertretender Geschäftsführer, Harley Davidson Stuttgart (Platz 1), Jürgen Hörmann, Serviceleiter, AUDI-Zentrum Ingolstadt Karl Brod GmbH (Platz 2), Dirk Köthe, Abteilungsleiter, AUDI AG Niederlassung Ingolstadt (Platz 1), Jürgen Wolz, Mitglied der Geschäftsleitung TÜV SÜD Auto Service GmbH. Foto: TÜV SÜD

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Brose zeigt Competence in Mechatronics

-Messeauftritt von Brose steht 2017 im Zeichen von Elektromobilität

Frankfurt am Main (13.9.2017). Der -Messeauftritt von Brose steht 2017 im Zeichen von Elektromobilität, autonomem Fahren und Vernetzung. Durch die intelligente Verbindung von Tür- und Sitzfunktionen wird der Fahrzeugzugang zum Komforterlebnis. Das Unternehmen präsentiert zudem ein innovatives Innenraumkonzept, das sich dynamisch an wechselnde Fahrsituationen anpasst und eine bislang unbekannte Flexibilität bietet. Für den Einsatz in Bordnetzen von 12 bis 810 Volt hat der Automobilzulieferer seine elektrischen Antriebe ausgerichtet.

„Mit unserer jahrzehntelangen Mechatronik-Kompetenz, der intelligenten Verbindung von Mechanik, Elektrik, Elektronik und Sensorik, haben wir uns in einigen Bereichen ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet. Damit sind wir für neue Anwendungen im Fahrzeug gut aufgestellt. Brose nutzt die Chancen, die sich durch den Wandel der Automobilbranche bieten“, erklärt Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe. Dabei will der Automobilzulieferer künftig nicht nur auf Eigenentwicklungen setzen: „Um unser Produktprogramm für die Zukunft zu erweitern, werden wir unser Kerngeschäft durch Zukäufe und Kooperationen sinnvoll ergänzen und unser Systemangebot ausbauen“, erläutert Otto.

Für die geplante Ausweitung des Geschäfts hat das Familienunternehmen die Basis geschaffen: „2016 war ein gutes Geschäftsjahr für Brose. Der Umsatz ist zwar nur leicht auf 6,1 Milliarden Euro gestiegen, doch das Ergebnis haben wir gegenüber dem Vorjahr verbessert und erneut die für die Eigenfinanzierung wichtige Zielrendite erreicht“, sagt der CEO. Für 2017 erwartet der Zulieferer einen Umsatzanstieg auf 6,4 Milliarden Euro. In den nächsten fünf Jahren soll das Geschäftsvolumen über 8 Milliarden Euro erreichen, über Akquisitionen ist sogar eine Steigerung auf 10 Milliarden Euro vorstellbar.

Bis 2019 investiert Brose 1,2 Milliarden Euro in neue Produkte, Anlagen sowie den Ausbau weltweiter Standorte. Bei der Weiterentwicklung des Unternehmens nimmt China neben Nordamerika eine wichtige Rolle ein. Der schon heute größte Automobilmarkt der Welt wird bis 2025 von aktuell rund 28 Millionen auf etwa 40 Millionen Einheiten wachsen. „Wir entwickeln deshalb eigene Konzepte für die chinesischen Autobauer, um bei ihnen die gleiche führende Position zu erreichen wie bei anderen Kunden. China wird der Leitmarkt für Elektromobilität“, betont Jürgen Otto.

Systemkompetenz für Hybrid- und Elektroautos

Auf die fortschreitende Elektrifizierung des Fahrzeugs hat Brose seine Antriebe ausgerichtet und stellt in Frankfurt seinen Motor- und Elektronikbaukasten vor: Dank standardisierter Komponenten kann der Automobilzulieferer Bordnetzarchitekturen von 12 bis 810 V effizient bedienen. Unabhängig vom Fahrzeugantrieb profitieren die Autobauer von kurzen Entwicklungszeiten, robusten Produkten, einer hohen Flexibilität und Skaleneffekten bei der weltweiten Fertigung. Brose liefert heute weltweit rund 200 Millionen Motoren in unterschiedlichen Anwendungen für die Fahrzeugindustrie.

Neu im Produktprogramm ist der 48 V-Hybrid-Booster, der bei Bedarf den Hauptmotor von Hybrid-Fahrzeugen unterstützt. In bestimmten Situationen bewegt er das Auto ohne Zuschalten des Verbrennungsmotors, beispielsweise im Stau oder Parkhaus.

Bereits 2020 beginnt Brose mit der Serienfertigung des elektrischen Kältemittelverdichters. Aufgrund der hohen Leistungsdichte ist das System aus Motor, Verdichtereinheit und Leistungselektronik optimal für den flexiblen Einsatz in Elektrofahrzeugen mit Bordspannungen von 12 bis 810 V geeignet. Zusätzlich ist er bei Bedarf auch als Wärmepumpe nutzbar und sorgt so für Heizen und Kühlen des Innenraums, auf Wunsch des Autofahrers bereits vor dem Einsteigen.

Nicht nur die Klimatisierung ist bei Autos ohne Verbrennungsmotor eine Herausforderung: Wegen des Platzbedarfs der Batterien verlängert sich der Radstand. Brose zeigt auf der IAA einen Antrieb für die Hinterachslenkung: Sie reduziert den Wendekreis, erhöht die Dynamik und den Komfort beim Fahren.

Vernetzte Funktionen von Tür und Sitz erleichtern das Einsteigen

In einem seriennahen Konzeptfahrzeug präsentiert der Zulieferer das intelligente Zusammenspiel seiner Tür- und Sitzfunktionen: Das Auto erkennt den Fahrer, Projektionen auf dem Boden begrüßen ihn. Die Tür öffnet sich selbsttätig, die Seitenwangen des Vordersitzes senken sich ab. Elektrische Gurt- und Gurtschlossbringer erleichtern das Anschnallen. Die Kopfstütze passt sich mittels Sensorik aktiv an den Passagier an.

Den elektrischen Seitentürantrieb hat Brose weiterentwickelt und mit neuen Funktionalitäten ausgestattet: Das System umfasst ein elektrisch öffnendes Schloss und einen Radarsensor, der Hindernisse erkennt und die Bewegung vor einer Kollision stoppt. Eine kapazitive Sensorik in der Tür erhöht als Einklemmschutz die Sicherheit.

Erlebbare Zukunftsvision: Innenraum neu interpretiert

Mit einem futuristischen Exponat präsentiert Brose, wie sich der komplette Innenraum beim autonomen Fahren an wechselnde Nutzungssituationen dynamisch anpassen lässt, etwa zum Arbeiten oder Entspannen. Dabei greift der Mechatronik-Spezialist auf seine jahrzehntelange Kompetenz bei Vorder- und Rücksitzen zurück: Für einen bequemen Fahrzeugzugang richten sich die Vordersitze automatisch zur Tür aus. Da sie um 180 Grad drehbar sind, können sich bei Besprechungen vier Personen mit direktem Blickkontakt unterhalten. Ein neues Komfortgefühl bietet die Liegeposition mit Bein- und Armauflage sowie eine bislang unbekannte Beinfreiheit von bis zu einem Meter. Die konturierbaren Fondsitze lassen sich währenddessen extrem flach falten und komplett versenken.

Die nächste Entwicklungsstufe beim Komfort bietet eine Vibrationsmassage: Mithilfe eigens entwickelter Algorithmen wird der Passagier im Rhythmus der Musik massiert. Auch als Warnsignal ist die Vibration effektiv anwendbar. So kann der Autofahrer unmittelbar auf Gefahrensituationen aufmerksam gemacht werden – zum Beispiel beim Sekundenschlaf.

Für die maximale Innenraumflexibilität präsentiert das Unternehmen erstmals auch Verstelltechnik über den Sitz hinaus: Verstellungen für Lenkrad, Bildschirm und Fußstütze sowie Multifunktionskonsolen, die sich wechselnden Sitzpositionen anpassen. Mit der Vernetzung und Koordination aller Funktionen stellt der Zulieferer seine Kompetenz in der Elektronik unter Beweis und empfiehlt sich damit als Entwicklungspartner für sämtliche Verstellsysteme im Interieur.

Quelle: IAA Frankfurt











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Techcode Berlin bringt deutsche Startups nach China

Ziel des Startup-Trips ist es, die jungen Unternehmen auf dem Weg der Internationalisierung zu unterstützen und ihnen erste Einblicke in den chinesischen Markt zu ermöglichen. TechCode betreut die Startups auf der gesamten Reise und bringt sie mit potenziellen Partnern, Kunden, Investoren, VCs und politischen Entscheidungsträgern zusammen. Darüber hinaus steht den Startups die Möglichkeit offen, an einer von TechCode organisierten Reise zu dem Connected Mobility Cluster in Gu´an in der Nähe von Peking im November 2017 teilzunehmen und den boomenden Wirtschaftsstandort näher kennenzulernen. Im Mittelpunkt des Connected Mobility Clusters steht das von TechCode lancierte Automotive Innovation Center, welches eine Plattform für international führende Universitäten, Corporates und Gründer zur Entwicklung von wegweisenden Lösungen für die Zukunft der Mobilität darstellt.

Quelle: Frankfurt











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Adient präsentiert Komfortlösungen für Fahrzeugsitze

Adient (NYSE: ADNT), der weltweit führende Anbieter von Automobilsitzen, präsentiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung () 2017 zahlreiche neue Produktlösungen für individualisierte Sitzsysteme in Fahrzeugen mit erhöhtem Komfort. Das Portfolio reicht von originellen Designideen bis hin zu hochwertigsten Komforttechnologien und ermöglicht Automobilherstellern individuelle Differenzierungsmerkmale für ihre Fahrzeugmodelle.

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Rede von Matthias Wissmann bei der Eröffnung der 67. IAA Pkw

Meine Damen und Herren,

Sie sehen: Die junge Generation stellt kluge Fragen. Nicht alle können wir heute schon im Detail beantworten.

Klar ist aber eines: Morgen wird die Mobilität noch individueller, noch persönlicher sein. Freiheit, Identität, Emotion – all das wird auch morgen noch gefragt sein. Digitalisierung, alternative Antriebe, Elektromobilität, neue Mobilitätskonzepte – wir befinden uns inmitten eines rasanten Wettlaufs.

Ein Wettlauf der Innovationen, der auf dieser greifbar wird. „Zukunft erleben“! Das ist das passende Leitmotiv. Ob Hersteller oder Zulieferer,
ob Automobil-, IT- oder Tech-Branche, ob etabliert oder Start-up, diese lässt die traditionellen Branchengrenzen hinter sich.

228 Weltpremieren.
64 Europapremieren.
32 Deutschlandpremieren.

Dies ist Ihr beeindruckendes Werk. Ich freue mich sehr, zu dieser IAA-Eröffnung eine solch große Zahl führender Unternehmensvertreterinnen und -vertreter begrüßen zu können. Ihnen allen, auch den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretern ein ganz herzliches Willkommen!

Ladies and Gentlemen, To all our international guests and partners from abroad I would like to express a special warm welcome. We especially welcome our partners and exhibitors from Asia. We are very pleased to have you here in Frankfurt, some of you for the first time.

Eine ganz besondere Freude und Ehre ist es, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, Sie heute in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Dass Sie inmitten des Wahlkampfes den Weg zu uns gefunden haben – das ist für uns ein wichtiges Zeichen. Der Dialog ist heute wichtiger denn je.

Wir haben es Ihnen, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, in den vergangenen Wochen und Monaten nicht immer leicht gemacht. Diese Monate sind stark geprägt von Kritik und Misstrauen gegenüber unserer Branche. Deshalb möchte ich Ihre Anwesenheit nutzen, um nochmals eines klarzustellen:

In einzelnen Unternehmen unserer Branche – im Inland und im Ausland – sind gravierende Fehler passiert.

Fehler, die nicht hätten passieren dürfen.
Fehler, die dem Selbstverständnis unserer Industrie widersprechen.
Fehler, die wir erkannt haben und denen wir mit aller Konsequenz nachgehen.

Wir sind uns bewusst, dass Vertrauen verloren gegangen ist. Dies zurückzugewinnen, ist unser zentrales Anliegen. Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, für alle, die in der Industrie Verantwortung tragen, kann ich sagen, dass wir nicht nur technische Fragen optimal lösen wollen. Integrität auf allen Ebenen hat für uns den gleichen Stellenwert.

Seien Sie versichert, dass die Verantwortlichen in unseren Unternehmen viele selbstkritische Fragen stellen. Die große Mehrheit – kleine und große Unternehmen – ist sensibilisiert dafür, ihr hohes Integritätsniveau zu halten. Andere arbeiten konsequent an der Aufarbeitung von Fehlern und ziehen die notwendigen Schlüsse.

Pauschale Urteile über die Automobilindustrie sind nicht gerechtfertigt. Die Fakten verlangen nach Differenzierung – nicht zuletzt im Interesse von über 815.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei unseren Herstellern und Zulieferern, die jeden Tag harte und ehrliche Arbeit leisten.

Selbstverständlich ist es auch unsere Aufgabe, die urbane Luftqualität weiter zu verbessern. So haben die deutschen Pkw-Hersteller zugesagt, über 5 Millionen Diesel-Pkw in Deutschland nachzurüsten. Das Ziel ist, die Stickoxidemissionen dieser Fahrzeuge im Durchschnitt um 25 bis 30 Prozent zu reduzieren.

Mit der Umstiegsprämie setzen viele Automobilhersteller ein zusätzliches Zeichen, um den Fahrzeugbestand in Deutschland zu erneuern. Die Flottenerneuerung forcieren und die modernsten Euro-6-Fahrzeuge auf die Straße bringen – so kann der technologische Fortschritt einen sofortigen und effektiven Beitrag für eine bessere Luftqualität und für den Klimaschutz leisten. Diese Strategien sind weit innovativer als pauschale Fahrverbote.

Wichtig ist, die Debatte rational, sachlich und differenziert zu führen. Dazu, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, bitte ich Sie sehr herzlich um Ihre Unterstützung.

Für uns ist klar: Der moderne Diesel gehört zu einem zukunftsfähigen und nachhaltigen Antriebsmix dazu. Die neueste Technologie zeigt, dass die Schadstoff-Grenzwerte – sowohl auf dem Prüfstand als auch auf der Straße – eingehalten werden.

Zudem verbraucht der Diesel bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff und hat wesentlich bessere CO2-Werte als ein vergleichbarer Benziner. Gerade im Fernverkehr ist der Diesel auch längerfristig nicht ersetzbar.

Die Luft in den deutschen Städten ist heute sauberer denn je und weit besser als in vielen Ländern der Welt. Die Emissionen des Straßenverkehrs sind bei uns derzeit 70 Prozent niedriger als zu Beginn der 1990er Jahre – obwohl das Verkehrsaufkommen zugleich erheblich gestiegen ist. Das ist ein großer Erfolg.

Entsprechend messbar sind auch die Fortschritte, die wir mit Blick auf die extrem anspruchsvollen europäischen Immissionsvorschriften erzielen. Erstmals werden 2017 an den deutschen Straßen die Vorgaben zur stündlichen Höchstgrenze eingehalten. Auch das belegt die gute Entwicklung.

Übrig bleibt lediglich der durchschnittliche NO2-Grenzwert, der an einzelnen Messstellen überschritten wird. Hier aber wirft ein Vergleich Fragen auf: Während auf der Straße nur 40 Mikrogramm erlaubt sind, gilt für Büroräume ein Richtwert von 60 Mikrogramm. Und für Gewerbe und Industrie gilt sogar ein Arbeitsplatzgrenzwert von 950 Mikrogramm.

Kann man eigentlich von einem sinnvollen Regulierungskonzept sprechen, wenn das Immissionsniveau in Innenräumen zum Teil viel höher ist und gesetzlich sogar viel höher sein darf? Rechtfertigt dieser Sachverhalt tatsächlich, mit Fahrverboten in Eigentum und Mobilität einzugreifen?

Auch die amerikanische Umweltbehörde EPA, die nicht als industriefreundlich gilt, schlägt für die Straße einen moderaten Grenzwert von 100 Mikrogramm vor. Demnach gäbe es in Deutschland keine relevante Überschreitung.

Zu den faszinierenden Zukunftsoptionen gehört es, den Verbrenner eines Tages mit klimaneutralen Kraftstoffen zu betreiben. E-Fuels werden auf Basis regenerativer Energiequellen, wie Sonne oder Wind, produziert. Sie binden bei ihrer Produktion in etwa die CO2-Menge, die bei ihrer Verbrennung freigesetzt wird

Aktuell widmet sich die Deutsche Energie-Agentur dena diesem Thema in einer Studie. Die Ergebnisse werden in Kürze vorliegen. Bereits jetzt zeigt sich: E-Fuels können einen wichtigen Beitrag leisten zu einem langfristig klimaneutralen Verkehr.

Auch den Erdgasantrieb dürfen wir an dieser Stelle nicht vergessen – eine Verbrennungstechnologie, die auch von Umweltorganisationen gelobt wird. Unter dem Strich heißt das: Die Potenziale der Verbrennungsmotoren sind weiterhin enorm. Wer sie ungenutzt lassen will, der stellt Ideologie über umwelt- und klimapolitische Belange!

Klar ist: Ob groß oder klein, ob Hersteller oder Zulieferer – jedes einzelne Unternehmen dieser Industrie hat den Anspruch, den enormen Wandel mitzugestalten. Deshalb gibt es aktuell kein Geschäftsmodell, das nicht hinterfragt wird. Niemand verharrt im Status quo. Keiner will abgehängt werden. Deshalb laufen in den Betrieben bereits gewaltige Umbruchprozesse.

Angesichts dieser Dimension des Wandels ist es umso wichtiger, den technologischen Transformationsprozess politisch klug zu flankieren. In Europa sind Hersteller und Zulieferer längst über die Landesgrenzen hinweg untrennbar miteinander verflochten.

Ihnen, sehr geehrter Herr Vizepräsident Šefčovič, sehr geehrte Frau Kommissarin Bulc, und der gesamten EU-Kommission fällt mit Blick auf anstehende Regulierungen eine ganz besondere Verantwortung zu.

Für uns ist „Technologieoffenheit“ ein zentrales Stichwort. Bei aller Begeisterung für die Elektromobilität – mit regulatorischen Einbahnstraßen sollten wir sehr vorsichtig sein.

Für die Unternehmen ist die Elektromobilität der wesentliche Schwerpunkt ihrer F&E-Investitionen.

Rund 40 Milliarden Euro wird allein die deutsche Automobilindustrie bis 2020 für die Elektromobilität aufwenden. Im gleichen Zeitraum werden die deutschen Automobilhersteller ihr Modellangebot an E-Autos mehr als verdreifachen – von derzeit 30 Modellen auf knapp 100.

Auch die Brennstoffzelle hat große Sprünge gemacht, sie ist ebenfalls ein Baustein für die Mobilität von morgen.

Klar ist aber auch: Ohne eine funktionsfähige Infrastruktur wird die Elektromobilität den Durchbruch in den Massenmarkt nicht schaffen können. Hieran müssen wir in Deutschland und in Europa entschlossen weiter arbeiten. Die Aufgaben, die sich dabei im regionalen und städtischen Raum stellen, kennen Sie sicherlich besonders gut, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Bouffier und sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Feldmann. Auch Sie begrüße ich an dieser Stelle sehr herzlich.

Ein Blick auf die Anzahl der Ladepunkte pro 1.000 Einwohner macht die Herausforderung klar: Hier liegt Frankfurt mit einem Wert von weniger als 0,1 im deutschlandweiten Mittelfeld. Berlin oder Hamburg liegen bei über 0,2. Andere internationale Städte sind aber noch weiter vorn. Oslo und Amsterdam kommen jeweils auf deutlich über 2, in San Francisco sind es knapp 4 Ladepunkte je 1.000 Einwohner.

Kurzum: Wir haben noch jede Menge Arbeit vor uns.

Keine Emissionen: Das ist unser visionäres Ziel für die mobile Zukunft. Unfallfreiheit ist ein weiteres. Der Weg dorthin führt über die Digitalisierung. Ihre Chancen und Potenziale vollständig zu nutzen – das erfordert neue Kooperationen über Branchengrenzen hinweg.

Auto-, IT- und Tech-Firmen: Wir können viel voneinander lernen. Wir können unser Know-how verschmelzen, um die besten Lösungen für die Kunden zu entwickeln.

Dieser Ansatz ist keine graue Theorie, sondern gelebte Praxis – auch das beweist diese IAA. Ein besonders eindrucksvolles Zeichen hierfür ist Ihre Anwesenheit:

Dear Sheryl Sandberg, it is a great pleasure for all of us to have you here. Facebook is one of our industry’s important partners – not only with respect to the New Mobility World.

Self-driving cars are one of the most important use cases for artificial intelligence. Pushing the boundaries of what cars can do – that is our common challenge.

Dass sich große IT- und Tech-Firmen hier präsentieren, unterstreicht die Ausrichtung der IAA. Über 250 Unternehmen und Organisationen sind auf der New Mobility World vertreten. Auch zahlreiche innovative Start-ups sind dabei – sie treten beim Startup-Wettbewerb NMW Lab17 gegeneinander an.

Disruptiv, innovativ und dialogbereit – das sind die Tugenden, die ein erfolgreicher Mobilitätsdienstleister mitbringen muss. Die Digitalisierung auf die Straße zu bringen, erfordert aber nicht zuletzt auch neue politische Leitplanken.

 

Sehr geehrter Herr Bundesminister Dobrindt, wir sind Ihnen sehr dankbar für Ihr Engagement, Deutschland zum Leitmarkt für vernetztes und automatisiertes Fahren zu machen. Zusammen sind wir mit Sieben-Meilen-Stiefeln unterwegs und begegnen dabei vielen neuen Fragestellungen. Mit der Ethik-Kommission, die Sie ins Leben gerufen haben, sind Sie an dieser Stelle nicht weniger als ein internationaler Vorreiter.

Automatisierte und digitalisierte Fahrfunktionen versprechen gerade für unsere Metropolen neue Chancen für mehr Effizienz und mehr Sicherheit. Natürlich hat hier die Sicherheit jederzeit Vorrang. Wie das in der Praxis aussieht, das können Sie ebenfalls hier auf der IAA erleben – auf der zentralen Freifläche, der Agora.

Autos lassen sich schon heute nicht mehr ohne Vernetzung denken. Dazu sind innovative Konzepte gefragt, die zugleich ausreichenden Schutz gewährleisten – für die Fahrzeuge, für die Hardware und natürlich auch für die Daten. Die Unternehmen haben dies erkannt und forcieren entsprechend ihre Investitionen.

Mit Blick auf die Daten, die im Fahrzeug generiert werden, hat die deutsche Automobilindustrie eine wegweisende Errungenschaft erzielt: Hersteller und Zulieferer haben unter dem Dach des VDA gemeinsam ein Konzept entwickelt, das die sichere Datenbereitstellung in einem freien Markt und mit einem fairen Wettbewerb ermöglicht. Dies ist der fruchtbare Boden, auf dem ein innovatives Ökosystem für neue Innovation entstehen kann.

Sie sehen die bunte Themenvielfalt, die unsere Unternehmen vorantreiben. Für die Automobilindustrie kommt diese IAA genau zum richtigen Zeitpunkt. Sie bietet eine besonders gute Gelegenheit, auf die Öffentlichkeit sowie auf ihre Kunden zuzugehen. Mit unserer Leistungsfähigkeit wollen wir neues Vertrauen in die Branche aufbauen.

Die IAA 2017 ist ein Gesprächsangebot in maximal unübersichtlichen Zeiten. Eine gemeinsame und mutige Wette auf die Zukunft.

Quelle: IAA Frankfurt

 











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Honeywell stellt Turbo-Technologie

Der neueste Benzinturbolader von Honeywell optimiert die Leistung und trägt zur Verringerung der CO2- und NOx-Emissionen bei. Erste angekündigte Anwendung im neuen BMW 2,0-l-Benzinmotor

FRANKFURT – 13. Sept. 2017 – Honeywell (NYSE:HON), weltweit führendes Entwicklungsunternehmen von Kraftfahrzeug-Turboladern, gab heute bekannt, dass seine neueste Benzinturbolader-Technologie, die zur Verbesserung von Leistung und Drehmoment entwickelt wurde und zur Verringerung der Fahrzeugemissionen beiträgt, auf der 67. Pkw im Rahmen des neuen BMW-2,0-l-Motorenprogramms vorgestellt wird.

Die neue Technologie von Honeywell ist die Benzinturboladerarchitektur der 3. Generation, die aktualisiert und für Twinscroll-, 4-Zylinder-Motoren ab 1,5 Litern entwickelt wurde. Die neue Generation zeigte gegenüber der bisherigen Generationstechnik repräsentative Steigerungen der Leistung von 90 kW/l auf mehr als 100 kW/l und des Drehmoments von 175 Nm/l auf mehr als 200 Nm/l.

Einer der neuen Fortschritte, der zur Architektur der 3. Generation gehört, ist ein neues Wastegate mit einem von Honeywell entwickelten Monoblockarm und -ventil. Diese einteilige Gestaltung ersetzt ein traditionelles dreiteiliges Ventil, reduziert den Lärm um 5 bis 10 Dezibel und verbessert den Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,5 Prozent. Darüber hinaus sorgt die einzigartige Ventilgestaltung für eine bessere Beherrschbarkeit und dank der sich wiederholenden Bewegung gegen das Turbogehäuse einen um 50 Prozent geringeren Verschleiß. Gekoppelt mit der elektrischen Betätigung wirkt sich das neue Absperrventil auch positiv auf die Verringerung der Zeit aus, die benötigt wird, um den Katalysator zur Verwaltung von Motoremissionen, die mit Kaltstartbedingungen in Benzinmotoren verbunden sind, einzuschalten.

„Globale Autohersteller setzen auf Honeywell, um ihnen bei der Erreichung der steigenden Emissionsziele für CO2– und Partikelemissionen behilflich zu sein. Und unsere Gas-Turbotechnologie der 3. Generation unterstützt sie beim Erreichen dieser Ziele, ohne dabei die Leistung zu beeinträchtigen“, so Chief Technology Officer Craig Balis, Honeywell Transportation Systems. „Für Gas- und Dieselanwendungen sowie Hybrid- und Brennstoffzellen-Antriebsstränge gibt es bei uns viele Innovationen und weitere stehen bevor.“

Honeywell stellt auch den neuesten TwoStage Wastegate-VNT Diesel-Turbolader vor. Diese Kombination der Turbotechnologien kommt im Astra 1,6-l-Motor neu auf den Markt und bietet eine verbesserte Leistung über eine breite Palette von Motordrehzahlen hinweg. Diese Dieselarchitektur fügt für eine schnellere Reaktion eine elektrische Betätigung hinzu. Die kompakte Nebeneinandergestaltung dieses zweistufigen Turboladers erhöht die Leistungsdichte gegenüber den Industriestandards um bis zu 17 Prozent und das Drehmoment um 10 Prozent und bietet eine ausgezeichnete Dynamik und Beschleunigung. Dieses System sorgt gegenüber den Industriestandards auch für eine Verringerung von NOx um bis zu 20 Prozent und von CO2-Emissionen um 10 Prozent.

Honeywell stellt außerdem den zweistufigen elektrischen Kompressor für Brennstoffzellen-Antriebsstränge vor. Der von der Honda Motor Company für das wasserstoffbetriebene Clarity Fuel Cell-Fahrzeug verwendete Honeywell-Kompressor stellt eine Verschmelzung von Luft- und Raumfahrt- und Automobilkompetenzen dar. Die niedrigere Kostenstruktur und das Qualitätsniveau entsprechen den Anforderungen der Automobilindustrie zur Förderung von emissionsfreien Fahrzeugen.

Honeywell hat durch die Anpassung der bestehenden Luftfolienlagertechnologie aus dem Luft- und Raumfahrtportfolio etwas Neues für die Automobilindustrie erreicht. Diese Lager werden durch die maschineneigene Druckluft gekühlt, wodurch das Potential für die Vergiftung der Brennstoffzelle durch beliebige Öle oder Fette beseitigt und zur Gewährleistung von null Emissionen beitragen wird. 

Quelle: Frankfurt


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