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Techno Classica Essen

Techno Classica Essen Oldtimer Messe mit Oldtimer Kfz Vergleich auf der Messe. Automobile in allen Hallen. Klassic Cars zum bestaunen

Das war die Techno-Classica Essen 2016

Bereits am „Happy View Day/Vorschau“, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der 28. Techno-Classica Essen 2016, kündigte es sich an: In diesem Jahr wird die Klassik-Weltmesse sehr gut besucht sein. In den 21 Messehallen herrschte ein so dichter Publikumsverkehr wie bisher nur an gut besuchten „normalen“ Messetagen. Und als dann am ersten vollen Messetag, Donnerstag, 7. April 2016, ein regelrechter Massenansturm einsetzte, der sich an den Folgetagen kaum verringerte, keimte ein Verdacht auf, der sich am frühen Sonntagabend kurz vor Messeschluss verdichtete: Die diesjährige Techno-Classica Essen wird Rekordzahlen schreiben. Was aber kaum jemand für möglich gehalten hatte, kristallisierte sich nach Messeschluss heraus: Die Besucher der Klassik-Weltmesse haben die 200.000er-Grenze geknackt. Genau 201.034 Gäste, das ergaben die Auswertungen der Zahlen-Dokumentationen, hatten die Messe besucht. 

Weltrekord: Noch nie zuvor konnte eine Klassiker-Messe so viele Besucher registrieren wie die Techno-Classica Essen. 

Die Techno-Classica Essen setzte auch in diesem Jahr ohnehin wieder Maßstäbe und baute ihre Führung als weltweit größte Verkaufs- und Informationsschau für Oldtimer, Young Classics und Sammlerfahrzeuge weiter aus. Dabei geht es nicht nur um Quantität und um nackte Zahlen: Die seit 1989 von der S.I.H.A. veranstaltete Klassik-Weltmesse bot auch bei ihrer 28. Auflage mehr Superlative als alle anderen Ausstellungen für Klassik-Fans und hatte nochmals Qualität und Vielfalt des Angebots sowie der Aussteller-Präsentationen gesteigert. Durch die Einbeziehung der Grugahalle als „Klassik-Arena“, einer mit ihr verbundenen temporären Messehalle und dem Verkaufsmarkt 1A vergrößerte der Veranstalter S.I.H.A. die Ausstellungsflächen von 120.000 Quadratmeter auf 127.000 Quadratmeter. So konnten die internationalen Klassik-Händler statt der im letzten Jahr zum Kauf stehenden 2.500 Sammlerfahrzeuge jetzt über 2.700 Oldtimer, Youngtimer und Prestige Cars in den nunmehr 21 Hallen und auf den vier Freigeländen der Messe Essen anbieten.

Ihrem Anspruch, als „Weltmesse für Oldtimer, Classic- & Prestige-Automobile, Motorsport, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und Welt-Clubtreff“ zu gelten, wurde die Techno-Classica auch in diesem Jahr mit einem Rundum-Angebot zum Thema klassische Fahrzeuge gerecht. Unter den rund 1.250 Ausstellern präsentierten 27 internationale Automobilmarken sich und ihre Historien mit teils sehr aufwändig gestalteten Ständen und seltenen Klassikern. Sogar für Fans neuer Automobile bot die Techno-Classica Essen einige Leckerbissen: Neun neue Automodelle, darunter der neue Opel GT Concept, feierten auf der Techno-Classica Essen ihre Deutschland-Premieren. „Die starke Präsenz der Fahrzeughersteller auf der Techno-Classica verdeutlicht den hohen Stellenwert, den die internationale Automobilindustrie der Klassik-Weltmesse bemisst“, sagt Eduard Michel Franssen vom Veranstalter S.I.H.A.

Techno-Classica Essen 2016 Video

Doch spielten stets die Klassiker auf den Hersteller-Ständen die Hauptrollen: BMW beispielsweise präsentierte über 40 automobile Raritäten zur Feier des 100sten Geburtstags der weißblauen Marke – und wies mit einem über den Autos schwebendem Flugzeug vom Typ Klemm L25 von 1927 auf seinen Ursprung als Flugmotorenhersteller hin. Mercedes-Benz zeigte elf hochwertige Cabriolets aus seiner Geschichte, darunter auch ein 500 K Spezialroadster von 1934 und ein 190 E (W201) Cabriolet – ein Prototyp. Der VW-Konzern belegte die komplette Halle 7 zur Präsentation der wichtigsten Konzernmarken – von Audi bis hin zu Volkswagen. Die VW-Marken ohne eigenen Stand – wie Ducati, Scania, MAN –, präsentierten sich auf dem Areal der Erlebniswelt Autostadt unter dem Titel „Die Welt von Volkswagen“.

Auch die zahlreichen Kaufinteressenten kamen bei der Techno-Classica Essen auf ihre Kosten. Mit den über 2.700 zum Kauf stehenden Sammlerfahrzeugen war die Klassik-Weltmesse auch 2016 für die fünf Messetage das größte Oldtimer-Autohaus der Welt – und zudem der erfolgreichste Handelsplatz der internationalen Klassiker-Szene. „Nach unseren Schätzungen fanden bei der Techno-Classica Essen rund 40 Prozent der angebotenen Sammlerfahrzeuge neue Besitzer“, sagt Stefan P. Eck von der S.I.H.A. Kein Wunder: Das Angebot wurde vom Veranstalter nach dem Kriterium „Klasse statt Masse“ geprüft – und reichte vom Opel Kadett im vierstelligen Euro-Bereich bis hin zum Ferrari 250 GT Berlinetta „SWB“ für mehrere Millionen Euro. Von einem Verkaufserfolg berichtete auch das britische Auktionshaus Coys, das von 126 Klassikern in der Klassik-Arena 57 neuen Besitzern zuschlug – durch Nachverhandlungen sind noch Steigerungen möglich.

Video Techno-Classica Essen 2016

Doch ist die Techno-Classica Essen mehr als nur eine gigantische Sammlerfahrzeuge-Verkaufsschau: Mit über 200 Ersatzteil- und Zubehör-Anbietern gilt sie als eine der am besten sortierten Ersatzteilquellen für Amateur- und Profi-Schrauber. Mit mehr als 200 Clubständen war sie auch 2016 das weltgrößte Treffen von Oldtimer-Clubs. Und über 80 professionelle Modellauto-Anbieter machten sie auch in diesem Jahr wieder zu einer der größten Modellauto-Börsen. Für einen weiteren Superlativ sorgten die rund 60 Anbieter antiquarischer Auto-Literatur – durch sie war die Techno-Classica Essen wieder eine der weltweit größten Börsen für Auto-Literatur. Dazu boten Klassik-Dienstleister wie Versicherungen, Transport-Unternehmen, Sachverständigen-Organisationen und Pflegemittel-Hersteller ein breites Spektrum an Informationen.

Ohnehin diente die Techno-Classica traditionell auch als wichtigste –internationale – Informationsbörse für Oldie-Enthusiasten: Mehr als 30 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland. Damit ist die Techno-Classica Essen so international orientiert wie keine andere Klassik-Messe. So trifft sich in Essen auch jedes Jahr viel Prominenz – Fernsehkoch Rolf Lichter wurde unter den Gästen gesehen, ebenso wie die Musiker Herbert Grönemeyer und Rock-Legende Peter Kraus. Und auch Firmenbosse gehören zu den Besuchern der Klassik-Weltmesse, wie etwa Opel-Chef Karl-Thomas Neumann.

Was sie nach Essen zieht und eint, ist die Leidenschaft für automobile Klassiker – und die ist, wie die Besucherzahlen zeigen, immer noch im Wachstum…

Aussteller-Stimmen zur Techno-Classica Essen 2016

Automobil-Industrie

Otto F. Wachs, Geschäftsführer der Autostadt in Wolfsburg: „Seit 15 Jahren ist die Techno-Classica Essen für uns ein gesetzter Termin im Veranstaltungskalender der Autostadt. Auf dem wichtigsten Treffen der Oldtimer-Branche können wir mit Klassiker-Liebhabern aus aller Welt in den Dialog treten und die außergewöhnlichen Fahrzeuge unseres markenübergreifenden Automobilmuseums ZeitHaus präsentieren.“

Thomas Frank, Leiter Audi Tradition, Ingolstadt:

„Die Essener Messe ist wegen des hohen Besucheraufkommens die beste Möglichkeit, unsere Marke und ihre interessante Historie öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Sie wird zudem jedes Jahr größer und scheint immer noch steigerungsfähig zu sein. Seit 1999 stellen wir fest, dass wir hier die größte Zuschauer-Resonanz aller Messen haben. Durch ihre zentrale Lage in Essen zieht sie ein internationales Publikum an wie keine andere deutsche Klassik-Messe.“

Till Beckmann, Leiter Jaguar Land Rover Classic, Neuss:

„In diesem Jahr feierte Jaguar Land Rover Classic auf der Techno-Classica Essen die Weltpremiere der neuen Initiative „Reborn“, die unseren Kunden die Möglichkeit zum Erwerb eines im Werk komplett restaurierten Land Rover Serie I-Modells bietet. Die Tatsache, dass wir die Techno-Classica Essen als Schauplatz für diese Weltpremiere nutzen, zeigt welch hohen Stellenwert wir dem Klassik-Weltsalon beimessen.“

Dienstleister, Verbände, Clubs

Rüdiger Lange, Eigentümer der Classic Remise, Berlin und Düsseldorf:

„Die Techno-Classica 2016 hat alle unsere Erwartungen gesprengt – das war für uns die schönste Messe aller Zeiten, mit vielen Gästen aus der ganzen Welt, die sich bei uns getroffen haben. Wir freuen uns sehr auf das nächste Jahr und haben den Termin 5. bis 9. April 2017 bereits fest notiert.“Martin Stromberg, Geschäftsführer der Sachverständigen-Organisation Classic Data, Bochum: „2016 war die Techno-Classica Essen mal wieder eine Top-Messe. Vor allem das Publikum an den ersten beiden Tagen hatte eine erstaunlich hohe Fachkompetenz. Nirgendwo anders trifft man eine derart große Anzahl an wichtigen Leuten aus der weltweiten Oldtimerfamilie.“

Marcus Herfort, Veranstalter der Classic Days Schloss Dyck in Jüchen:

„Die Klassik-Weltmesse ist für uns mehr als nur der Saisonauftakt: Top-Autos, Top-Publikum. Ich habe das Gefühl, alle 47.000 Besucher unserer Classic Days hier wiederzusehen. Jetzt wäre es schön, wenn alle die über 200.000 Besucher der Techno-Classica Essen auch zum Schloss Dyck kämen. Aber daran arbeiten wir noch.“

Werner Gotzian, Präsident des Fiat Raritäten-Clubs, Bochum:

„Seit Beginn 1989 war unser Club auf jeder Techno-Classica Essen mit einem Stand vertreten. Der Standaufbau ist für die Aktiven unseres 180 Mitglieder starken Vereins eine Herausforderung und schweißt zusammen. Die Messe hat sich zu einem familiären Treffpunkt mit anderen Clubs entwickelt – mit vielen Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch.“

Angelika Mark, Präsidentin des Mercedes-Benz R 129 SL Club:

„Die erfolgreiche Akquise neuer Clubmitglieder ist natürlich einer der Hauptgründe unseres Messe-Auftritts bei der Techno-Classica Essen. Ganz wichtig sind aber auch die soziale Komponente und der Informationsaustausch. Viele Neumitglieder erfahren von unserer Existenz erst bei der Techno-Classica Essen und beantragen spontan eine Clubmitgliedschaft. Ich verbuche unseren Auftritt bei der Techno-Classica Essen als vollen Erfolg für unseren Club.

“Norbert Schroeder, Leiter Competence Center Classic Cars TÜV Rheinland, Düsseldorf:

„Für uns ist die Techno-Classica Essen während der fünf Messetage die wichtigste Kommunikationsplattform des Jahres. Keine Klassik-Messe ist internationaler – Kunden, Sachverständige, Verbände, Käufer und Verkäufer kommen nach Essen auch zum Gedankenaustausch. Hier trifft man sich, hier werden viele neue Ideen geboren, die die Klassik-Szene bereichern.“

Klassiker-Händler

Christophe Pund, Galerie des Damiers, Casel (Lille), Frankreich:

„Während in Frankreich rund 90 Prozent der höchstwertigen Klassiker im Besitz einer Handvoll Sammler sind, ist mein Kundenkreis in Deutschland viel größer. Die Techno-Classica Essen bietet mir die perfekte Möglichkeit, mich mit vielen meiner deutschen Kunden zu treffen – denn sie sind ohnehin bei der Klassik-Weltmesse. Außerdem: Anders als bei französischen Klassik-Salons ist der Ausstellerservice bei der Techno-Classica Essen perfekt.“

Axel Schütte, Fine Cars, Oerlinghausen:

„Natürlich ist die Techno-Classica Essen für uns auch eine sehr wichtige Verkaufsmesse, und wir waren auch in diesem Jahr wieder sehr erfolgreich. Aber fast noch wichtiger: Hier knüpfe ich in fünf Tagen so viele erfolgversprechende neue Kundenkontakte wie sonst in einem Jahr…“

Shawn Dougan, Hyman Classic Cars, St. Louis, USA:

„Zum neunten Mal präsentieren wir uns bei der Techno-Classica Essen – unser Auftritt an stets derselben Stelle in Halle 6 hat Tradition und durch den freundschaftlichen Kontakt zum Veranstalter fast schon familiären Charakter. Ach ja: Und die regelmäßigen Verkaufserfolge und die Geschäftsanbahnungen rechtfertigen den hohen Aufwand des Trips nach Deutschland. In diesem Jahr hatten wir bereits am Samstag zwei von drei hochwertigen Klassikern verkauft und für den dritten laufen Verkaufsverhandlungen.“

Luca Bertolero, Auto Classic SrL, Moncallieri, Italien

„Wir präsentieren uns auf vielen Messen in Italien und in Europa – die Techno-Classica Essen ist mit Abstand die am besten organisierte Messe mit dem größten Besucheraufkommen. In diesem Jahr sind Verkaufsverhandlungen aufwändiger als in den vergangenen Jahren – die Käufer sind kritischer und nachdenklicher geworden. Spontankäufe werden seltener. Wir sind aber sicher, im Nachgang zur Essener Messe einige Klassiker zu verkaufen –besonders den Fiat-Abarth 1000 Pininfarina Weltrekordwagen, genannt „la Principessa.“Christopher Routlegde, Coys, London, England: „Zum neunten Mal organisieren wir bei der Techno-Classica Essen eine große Klassiker-Auktion – immer mit großem Erfolg. Obwohl die Käufer in diesem Jahr kritischer prüfen und weniger mit Bauchgefühl, sondern mit mehr Kalkül kaufen, haben wir in diesem Jahr mit einer Verkaufsquote von rund 50 Prozent unserer über 120 Automobil-Lose wieder einen guten Erfolg erzielt. Man spürt, dass bei der Klassik-Weltmesse der Anteil solventer Connaisseurs besonders groß ist.“

Lennart Schouwenburg, Strada e Corsa, Haarlem, Niederlande:

„Wir präsentieren uns bei ausschließlich einer Messe – und das ist die Techno-Classica Essen. Hier treffen wir nicht nur unsere deutsche Klientel, sondern auch viele Kunden aus Frankreich, England und den Benelux-Ländern. Da wir Wert darauf legen, dass Käufer unserer Autos wohlüberlegt handeln, steht bei uns der Verkauf während der Messe nicht so sehr im Vordergrund – wir freuen uns, wenn wir noch ein halbes Jahr nach der Messe Anrufe von Kunden empfangen, die wir bei der Techno-Classica Essen kennengelernt haben.“Ralf Dambeck, Antiquarische Kfz-Literatur, Hünstetten: „Wir haben seit 1989 keine Techno-Classica Essen versäumt – nicht nur, weil sie optimale Möglichkeiten für direkte Kommunikation mit den Kunden bietet, sondern, weil sie für uns jedes Jahr die mit großem Abstand geschäftlich erfolgreichste Messe ist.“

Techno-Classica Essen 2016 Highlights

Bilder und Videos: Copyright D.Helmerich

Techno-Classica Essen – Über 2.700 Sammlerautomobile

Bei der diesjährigen Klassik-Weltmesse Techno-Classica Essen stehen bis zum10. April mehr klassische Fahrzeuge aller Art zum Kauf als in den vergangenen Jahren. Durch die erstmalige Einbeziehung der Grugahalle und einer

angedockten temporären Messehalle warten bei der weltweit größten Klassiker-Messe statt der bisherigen 2.500 Sammlerfahrzeuge nun über 2.700 Automobile auf Kaufinteressenten. Mit diesem Angebot auf der um 7.000 Quadratmeter vergrößerten Ausstellungsfläche ist die Techno-Classica Essen an den insgesamt fünf Messetagen das mit Abstand größte Klassiker-Autohaus der Welt.

In den nunmehr 21 Messehallen und auf den vier Freigeländen finden Auto-Fans alles, was das Herz begehrt, auch für Einsteiger: vom Opel Kadett aus den 1980er-Jahren für weniger als 6.000 Euro über den Porsche 924 für 8.000 Euro bis zum S-Klasse-Mercedes aus den 1990er-Jahren mit Fünfliter-Motor für unter 15.000 Euro auf den Schnäppchenmärkten auf den vier Freigeländen. Und wer aufmerksam auf den schätzungsweise mehr als insgesamt 25 Kilometer langen Hallengängen zwischen den über 1.250 Ausstellerständen flaniert, entdeckt unter den angebotenen Sammlerautomobilen preiswerte Modern Classics ebenso wie elegante Prestige-Automobile, Exoten, automobile Meilensteine, ungewöhnliche Raritäten oder gar Solitäre.

Versteckt zwischen Edel-Sportwagen kann dort schon einmal einer der skurrilen Mini Mokes auftauchen, die von 1964 bis 1997 in vielen Ländern in zahlreichen unterschiedlichen Versionen als völlig offener Strandwagen, Buggy und Spaßmobil gebaut wurden. Und wer dann noch genauer hinschaut, kann entdecken, dass der auf der Techno-Classica Essen angebotene Moke aus dem Jahr 1987 mit nur 79 Kilometern auf dem Tacho echte Neuwagen-Qualitäten aufweist – trotz seines Alters von fast 30 Jahren. Wem der Sinn nach ganz besonders exklusiver automobiler Eleganz steht, der kann sich zu einem – vermutlich zweistelligen – Millionenbetrag am Besitz eines von nur heute noch neun bekannten Mercedes-Benz Typ S mit Torpedo-Roadster-Karosserie des früheren Edel-Karosserieschneiders Saoutchik erfreuen. Gleich zwei dieser Raritäten werden bei der Techno-Classica Essen angeboten.

Mehr als 40 Prozent der angebotenen Sammlerautomobile werden während der fünf Messetage verkauft. Dieser für Klassiker-Messen ungewöhnliche Spitzenwert bringt insbesondere Anbieter besonderer Solitäre dazu, ihre Schätze nach vielen Jahren aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und in Essen zum Kauf anzubieten – wie etwa den Pininfarina X aus dem Jahr 1960. Diese eiförmige Aerodynamik-Design-Studie machte 1960 auf dem Turiner Salon Furore – jetzt kann ein Liebhaber sie in Essen erwerben.

Wenige Gehminuten entfernt wartet der krasse Gegensatz zu dem kleinen Experimentier-Auto auf solvente Käufer: Ein mit der zurückhaltenden Eleganz der 1950er-Jahre konservativ, aber dennoch aufregend gestylter Bentley R-Type Continental Coupé. Der renommierte französische Automobil Couturier Marius Franay schuf dieses Einzelstück 1955 als sein letztes Meisterwerk und präsentierte es auf dem Pariser Automobilsalon. Bis heute gilt dieser Luxuswagen als eine der schönsten Schöpfungen mit dem geflügelten B auf dem Kühler.

Auch wer seinen Automobil-Enthusiasmus extrovertierter auskosten will, kann bei der Techno-Classica Essen das passende Objekt der Begierde erstehen –beispielsweise in Form eines der nur 500 Mal gebauten Ford Sierra RS  500 Cosworth mit auffälligem Flügelwerk am Wagenheck und mit einem Garrett-Turbo unter Druck gesetzten Zweiliter-Vierzylinder, der auch akustisch lauthals auf seine rund 225 PS aufmerksam macht. Ebenso kommen Fans rarer Kleinwagen mit besonderer Geschichte auf ihre Kosten: So bietet ein Händler einen originalen BMW 600 aus dem Jahr 1960 als US-Reimport an, der nur wenige Gebrauchsspuren seines ersten Besitzers, eines Hartford-Studenten, trägt – und seine Herkunft noch mit original erhaltenen Universitäts-Aufklebern auf den ersten Blick offenbart.

Solche Offerten der Aussteller symbolisieren das äußerst gut sortierte Angebot der Klassik-Weltmesse. Sie spiegeln jedoch nur einen winzigen Ausschnitt des vollen Programms wider, das weltweit einzigartig ist. Der Kommentar eines Messebesuchers verdeutlicht das: „Wer hier nicht fündig wird, der wird nie ein passendes Sammlerautomobil finden…“

Weitere Infos: www.siha.de

Immer mehr Deutsche im Oldtimer-Fieber

Jeder zweite deutsche PKW-Fahrer möchte gerne mal eine Fahrt mit einem Oldtimer unternehmen. Die Zahl derjenigen, für die der Ausflug am Volant eines klassischen Automobils kein Traum bleiben soll, wächst seit Jahren – bei Frauen und ganz besonders kräftig bei Männern.   

Immer mehr Oldtimer-Interessierte wollen mehr als eine Spritztour. Von 17 Prozent im Jahre 2013 auf 27 Prozent im Jahre 2015 kletterte der Anteil der deutschen Autofahrer, die gerne einen eigenen Klassiker besitzen würden, ermittelte die IfD-Allensbach Oldtimer-Studie 2015/2016. Junge Erwachsene und das ‚Mittelalter’ stellen die stärksten Interessenten-Gruppen. Stolze 37 Prozent der unter 30-jährigen PKW-Fahrer sagen: „Ich hätte gerne einen eigenen Oldtimer.“ Bei der Gruppe der 30- bis 44-jährigen Autofahrer sind es 32 Prozent, bei den 45- bis 59-jährigen 28 Prozent. Ab einem Alter von 60 Jahren steht bei immer noch 17 Prozent der PKW-Fahrer ein Oldtimer auf der Wunschliste.

Dass man für solch ein individuelles Fahrzeug nicht unbedingt ein Vermögen ausgeben muss, wird die Klassik-Weltmesse Techno-Classica Essen Anfang April 2016 in der Messe Essen unterstreichen. Und mit einem Vorurteil aufräumen. 70 Prozent der deutschen Bevölkerung hält Oldtimer für ein

teures Hobby, das sich nicht jeder leisten kann. Mehr als die Hälfte der deutschen PKW-Fahrer glaubt, dass man keinen gut erhaltenen Oldtimer für unter 15.000 Euro bekommt – und liegt damit falsch.
Viele Klassiker sind für unter 10.000 Euro zu haben

Laut Classic Data, dem führenden Unternehmen in Sachen Wertermittlung von klassischen Autos und Motorrädern, ist ein großer Teil der in Deutschland zugelassenen Oldtimer unter 10.000 Euro wert. Beispiele aus der Studie: Einen Käfer oder eine Ente bekommt man in gutem 3er-Zustand schon ab 5.000 Euro, einen Mercedes /8, einen Opel Commodore oder einen Porsche 924 ab 6.000 Euro, einen Peugeot 504 Coupé, einen Alfa Spider 2.0 oder einen MG Midget ab 7.000 Euro, einen Lancia Fulvia Coupé, einen Triumph Spitfire oder einen Jaguar XJ ab 8.000 Euro.
Günstige Angebote auf Schnäppchenmärkten der Techno-Classica Essen
Die Besucher der Techno-Classica Essen werden jedenfalls die Wahl haben. Über 2.500 zum Verkauf stehende klassische Fahrzeuge, Old- und Youngtimer sowie Prestige-Cars aller Alters- und Preisklassen warten darauf, entdeckt zu werden und neue Freunde und Besitzer zu finden. Speziell auf den vier Schnäppchenmärkten in den Freigeländen werden – sowohl von Händlern als auch privaten Fahrzeug-Eigentümern – günstige Exemplare zu attraktiven Angebotspreisen offeriert. Vom 6. (Vorschau-Tag, Happy View-Day) bis 10. April 2016 auf der Techno-Classica in der Messe Essen.

Die Techno-Classica Essen ist die Weltmesse für Oldtimer, Classic- und Prestige-Automobile, Motorsport, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und Welt-Club-Treff. 1.250 Aussteller aus über 30 Nationen geben einen Überblick über das Weltmarkt-Angebot für die Liebhaber von klassischen Automobilen und Oldtimern.
(Quellen: IfD Allensbach Oldtimer-Studie 2015/2016; Classic Data)

GM Futurliner von 1953 auf der Techno Classica Essen 2016

Trotz ihrer völlig unterschiedlichen Erscheinungen und ihrer ungleichen Einsatzgebiete haben der Fiat-Abarth 1000 Pininfarina und der massige GM Futurliner von 1953 vier wesentliche Gemeinsamkeiten: Beide wurden von namhaften Designern entworfen. Beide tragen nach aerodynamischen Gesichtspunkten entworfene Karosserien. Von keinem der beiden Fahrzeuge wurde offiziell ein Luftwiderstandsbeiwert veröffentlicht. Außerdem waren beide als Monoposto – mit nur einem Fahrersitz – konzipiert. Und: Beide galten zu ihrer Zeit – ebenso wie heute – als Symbol technischen Fortschritts.   Während der Fiat-Abarth ausschließlich zur Erzielung von Rekordgeschwindigkeiten als Einzelstück gefertigt wurde, entstanden 1953 bei General Motors zwölf Exemplare des GM Futurliners auf Basis der ersten Futurliner-Generation aus den Jahren 1939/1940. Ihr stromlinienförmiges Design stammt von Harley Earl, der die Grundform der Corvette entwarf und als Initiator der Panoramascheibe, des Hardtop-Coupés, der HardtopLimousine, der Zweifarbenlackierung und der Heckflossen gilt.  

Die Futurliner – ohne das „e“ in „Future“, um den Namen patentrechtlich schützen zu können – hatten nur einen Zweck: Aufsehen zu erregen. In der „GM Parade of Progress“ tourte das Dutzend in Busform gestylter Vehikel durch die USA, um als mobile Ausstellungsräume die damals aktuellsten Errungenschaften der Technik den US-Bürgern zu präsentieren – vom Strahltriebwerk bis hin zum damals noch ungebräuchlichen Mikrowellenofen. In den Jahren 1953 bis 1956 zuckelten die Futurliner – mit einem gewaltigen Tross von insgesamt 24 Lastwagen, elf Personenwagen und drei Lieferwagen – in 300 Städte der USA. Dort wurden die Laster und ihre Exponate in den

Präsentationsflächen hinter ihren 4,9 mal 1,5 Meter großen Seitenklappen von rund 13 Millionen Menschen bestaunt.
Mit einer Länge von rund zehn Metern, 2,4 Meter Breite und einer Höhe von 3,5 Metern sind die Futurliner massige Lastwagen mit einem Gewicht von rund 14 Tonnen – und Zwillingsrädern mit separaten Bremsen pro Rad sogar an der Vorderachse. Als Kraftquelle dient ihnen ein 145 PS starker 3,9-Liter-BenzinReihensechszylinder, der die im US-Volksmund auch als „rote Elefanten“ bekannten Zukunftslaster via Viergang-Hydramatic und gekoppeltem Zweiganggetriebe auf rund 50 Meilen pro Stunde (rund 80 km/h) zu beschleunigen vermag. Allerdings: Diese Geschwindigkeit dauerhaft zu fahren, barg erhebliche Risiken: Nicht nur, dass die Fahreigenschaften, mit heutigen Maßstäben gemessen, nur mangelhaft sind – auch die Bremsen erwiesen sich als äußerst unzureichend. Die Fahrer der Kolosse waren angewiesen, bei Überlandfahrten mindestens 90 Meter Abstand zum Vordermann zu halten, um Auffahrunfälle zu vermeiden.

Zu den Kuriositäten der Futurliner zählen insgesamt 19 Klappen und Türen, eine davon im Dach, um eine riesige Beleuchtungseinheit ausfahren zu lassen. Als 1956 das Interesse der Bevölkerung an der GM Parade of Progress nachließ und General Motors Kosten sparen wollte, wurden die zwölf Brummis verkauft oder an wohltätige Organisationen vergeben. Heute sind nach Recherchen des National Automotive and Truck Museum of the United States neun Fahrzeuge bekannt, drei davon zum Originalzustand restauriert. Wie begehrt diese Lastwagen-Raritäten heute sind, zeigte die Barrett-Jackson Auction in Scottsdale/Arizona im Januar dieses Jahres: Einer dieser drei Paradewagen war einem Kaufinteressenten rund vier Millionen US-Dollar wert.
Die Geschichte des bei der Techno-Classica Essen ausgestellten Futurliners Nummer 9 ist bekannt und dokumentiert: 1984 wurde er, inzwischen zum „Mobil Home“ umgebaut, vom amerikanischen Enthusiasten Bob Valdez gekauft und als Wohnmobil mit einigen technischen Verbesserungen restauriert, so dass er als Highway-Cruiser eingesetzt werden kann. Bei der Techno-Classica Essen wird er von der Firma Chromecars in Halle 1A zum Verkauf angeboten.

Brutus Auto mit 46 liter BMW Motor

Brutus Auto aus Sinsheim

Das BMW Brutus Auto ist ein Experimentalfahrzeug des Auto & Technik Museums in Sinsheim. Ausgestattet ist der Brutus Auto mit einen 750 PS Motoer von BMW. Die Karosserie stammt aus dem Jahre 1910. Der Sinsheimer Brutus Motor hat 12 Zylinder. Zu sehen ist der Brutus noch auf der Techno-Classica bis zum 10 April 2016

Das BMW Brutus Auto in Kürze

  • Brutus-Motorenwagenbau Eibensbach/Württ.
  • Motor BMW VI 60° V12
  • 46.930 cm³
  • 500 PS Dauerleistung
  • 750 PS Kurzleistung

Video Hot!! Brutus Auto im Einsatz

Brutus Auto – BMW Brutus. Technikmuseum Sinsheim – Experimentalfahrzeug Brutus in Aktion. Das Experimentalfahrzeug Brutus steht im Technik Museum in Sinsheim und wurde zur EMS 2013, der Essen Motor Show in Essen vorgeführt. Im Experimentalfahrzeug Brutus ist ein 48 Liter Flugmotor eingebaut. Das Experimentalfahrzeug Brutus besteht aus einen BMW-Flugmotor mit knapp 47 Litern Hubraum und ein American-La-France-Chassis von 1907. Das Ergebnis: eine Höllenmaschine mit Flugmotor — der Brutus. Dauerleistung: 550 PS bei 1.500 U/min; Spitzenleistung: 750 PS bei 1.700 U/min.; Hubraum: 46,5 Liter; Verbrauch: 230 g Benzin pro PS und Stunde.

Bilder vom BMW Brutus auf der Techno Classica Essen 2016

Auspuff vom BMW Brutus

750 PS ist das Experimentalfahrzeug Brutus stark und aus seinem BMW Motor schlagen Flammen, nicht nur bei Vollast

BMW Motor im Brutus

Der BMW Motor von oben

Der Brutus vom Technik Museum Sinsheim von hinten

Brutus Bilder vom 04.04.2016

Techno Classica 2016 – Historien-Präsentationen der Automobil-Hersteller

Die Techno-Classica Essen ist auch in diesem Jahr wieder das weltgrößte Klassik-Forum für die Historien-Sparten der Automobilindustrie: Mehr als 25 Fahrzeugmarken präsentieren sich – größtenteils mit offiziellen Werksständen – auf der Techno-Classica Essen.  

Video Techno Classica 2016

Die Automobil-Hersteller demonstrieren mit ihrer meist aufwändig gestalteten Präsenz, welchen Stellenwert sie der Darstellung ihrer Historien vor dem internationalen Publikum der Techno-Classica Essen beimessen. Sie beweisen auch: Nur die Leidenschaft ist nachhaltig! Die meisten Firmen haben im Vorfeld der Messe erste Informationen zu ihren Auftritten bekanntgegeben – Sie finden deren Neuigkeiten nachfolgend in jeweils einzelnen Kapiteln, alphabetisch nach Marken sortiert.

Abarth auf der Techno Classica 2016

Abarth, seit 1971 unter dem Dach von Fiat, präsentiert sich auf dem Fiat-Stand in Halle 3 mit einer Deutschland-Premiere unter dem Slogan „Der neue Abarth 124 rally – ein Champion kehrt zurück“. 40 Jahre nach dem Rückzug von Abarth aus dem Rallye-Sport zeigt die Marke mit dem Skorpion erstmals offiziell in Deutschland den neuen Abarth 124 rally, einen Prototypen mit 300 PS. Mit ihm will die 1949 in Bologna gegründete Marke an die Rallye-Erfolge des Fiat Abarth 124 Rally in den frühen 1970er-Jahren anknüpfen, die mit der Einstellung der Abarth-Sporteinsätze nach einem sechsten Platz bei der Rallye Monte Carlo 1976 ein – vorläufiges – Ende fanden.

Alfa Romeo auf der Techno Classica 2016

Alfa Romeo zählt zu jenen Automarken, die bei der KlassikWeltmesse einen Neuwagen zusammen mit seinen automobilen Vorfahren präsentieren: Der heute zum FCA-Konzern (Fiat Chrysler Automobiles) gehörende Autohersteller stellt in Essen noch vor der deutschen Händler-Premiere die neue, kurz zuvor auf dem Genfer Salon präsentierte Giulia aus. Nachdem bei der IAA in Frankfurt im Herbst letzten Jahres das Giulia-Spitzenmodell Quadrifoglio gezeigt wurde, ist die Präsentation der Giulia auf der Techno-Classica Essen die Deutschland-Premiere der Giulia in der Form, wie sie Mitte dieses Jahres auf den Markt kommen soll.  Einen würdigen Rahmen bilden ihre Vorgänger – wobei die Mailänder weit ausholen und die Ahnenreihe mit dem Alfa Romeo 1900 beginnen lassen. Zu den weiteren Exponaten zählen eine Giulia TI Super, ein „Bertone“ GTA und ein Tipo 156 D2, wie er 1998 unter anderem in der World Touring Car Championship mitfuhr. Und mit der Präsentation des Alfa Romeo Duetto Spider ehrt die Mailänder Marke den Alfa Spider, jenes legendäre Auto, das auch die tragende Rolle neben Hauptdarsteller Dustin Hoffman in dem Film „Die Reifeprüfung“ („The Graduate“) spielte – und in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag erlebt.

Audi auf der Techno Classica 2016

Das Generalthema des großen Stands der VW-Marke Audi in Halle 7 lautet schlicht „Raritäten“. Geplant sind, sechs bis sieben Automobile und zwei Motorräder zu präsentieren. Erfahrene Techno-ClassicaBesucher wissen, dass bei einer solchen Ankündigung von Audi auserlesene Solitäre, Studien, Prototypen oder Rennwagen zu erwarten sind, wie sie in diesen Kombinationen sonst nirgends zu sehen sind. Zwei Exponate stehen schon fest, mit denen Audi jeweils ein 25. Jubiläum feiert: Der Audi Avus quattro mit hochglanzpolierter Alukarosserie, der von einem 509 PS starken W12-Mittelmotor angetrieben werden sollte und im Oktober 1991 auf der Tokio Motorshow enthüllt wurde. Im September desselben Jahres hatten die Ingolstädter den von einem 174 PS starken V6-Mittelmotor befeuerten Audi quattro Spyder bei der IAA in Frankfurt gezeigt. Beide Solitäre sind auf dem Audi-Stand in Halle 7 zu bewundern. Daneben präsentieren sich auf dem Areal der Marke mit den vier Ringen traditionsgemäß das Audi museum mobile und der AudiShop.

Die Autostadt auf der Techno Classica 2016

Die Autostadt ist mit mehr als 2,4 Millionen Besuchern allein im letzten Jahr die international besucherstärkste Auto-Erlebniswelt. Und mit dem Automuseum „ZeitHaus“ betreibt die Autostadt das erste markenübergreifende Automobilmuseum eines Autoherstellers. Beim diesjährigen Techno-Classica-Essen-Auftritt stehen indes die zwölf Marken des Volkswagen-Konzerns im Mittelpunkt: „Volkswagen Welt“ lautet das Motto, unter dem die Autostadt um   einen Brezelfenster-Käfer des Baujahres 1951 herum eine vielfältige Auswahl unterschiedlichster Fahrzeuge – und mit einer historischen Ducati und zwei Oldtimern der Marken MAN und Scania erstmals sogar ein Motorrad und zwei Lastwagen – präsentiert. Weiterhin sind auf dem Autostadt-Areal ein Audi quattro von 1981 zu sehen, ein Lamborghini Diablo, Baujahr 2000, ein Porsche 356, Baujahr 1952, ein Seat Ibiza GLX von 1991, ein Škoda Popular Roadster aus dem Jahr 1935 und ein VW Bulli T1 als Pritschenwagen von 1956. Zu den besonders bemerkenswerten Raritäten zählen der Bentley „EXP 2“ – der älteste noch existierende Wagen der Marke aus Crewe (GB) aus dem Jahr 1921 – und ein Bugatti Type 35, der bei den Grand-PrixRennen der 1920er-Jahre Furore machte.

Bitter Automotiv auf der Techno Classica 2016

Der Automobilhersteller Bitter Automotive präsentiert sich in diesem Jahr erstmals mit einem Firmenstand auf der Techno-Classica Essen – und gleich mit einem Paukenschlag: Das Unternehmen aus Ennepetal feiert in Essen die Weltpremiere des kurz zuvor fertiggestellten Bitter Mokka – ein eigenständiger Edel-Kleinwagen auf Basis des Opel Mokka. Damit knüpft Erich Bitter an die nunmehr über 45 Jahre währende Tradition als Hersteller faszinierender Automobile auf Opel-Basis an – und illustriert die interessante Bitter-Historie mit einem klassischen Bitter CD aus dem Jahr 1973. Dieses elegante Coupé ist aus Platzgründen auf dem Stand des Bitter-Clubs in Halle 9.1 zu sehen. Weiterer Blickfang auf dem Bitter-Stand in Halle 2 ist der neue Bitter Adam – der nicht nur Opel-Fans begeistern wird…

BMW auf der Techno Classica 2016

BMW hält sich im Vorfeld der Techno-Classica Essen noch bedeckt, was Detailangaben zum Messe-Auftritt der Bayern anbelangt. Fest steht, dass die aus den am 7. März 1916 gegründeten Bayerischen Flugzeugwerken hervorgegangen Bayerischen Motoren Werke – BMW – in Essen ihr 100. Jubiläum feiern. Zusammen mit den wichtigsten BMW-Clubs und deren Fahrzeugen sowie den BMWMarken MINI und Rolls-Royce belegt die weißblaue Marke wie in den Jahren zuvor den größten Teil der Halle 12 direkt am Eingang Ost der Messe Essen. Mit außergewöhnlichen Klassikern Eisenacher und Münchener Provenienz machen die Bayern ihren Auftritt auch in diesem Jahr wieder zu einem der Hauptanziehungspunkte der Techno-Classica Essen. Besonders wird auch der 50. Geburtstag der BMW 02-Baureihe gefeiert. Das erste Modell – als BMW 1600-02 – wurde im Jahr 1966 auf dem Genfer Salon vorgestellt. 1977 verließen die letzten Exemplare der sportlichen Zweitürer-Limousinen (später auch Cabrios und Touring-Varianten) nach insgesamt rund 863.000 gebauten Einheiten die BMW-Werkshallen. Drei bis vier Modelle dieser erfolgreichen Baureihe werden prominent auf dem BMWStand ausgestellt – insgesamt präsentieren die Bayern rund 40 Automobile, darunter auch den Best of Show des von BMW   veranstalteten Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2015, einen Alfa Romeo 8C 2300 Spider von 1932.

Citroën auf der Techno Classica 2016

Citroën in „Raum und Zeit“ lautet das diesjährige Motto der Franzosen bei der Techno-Classica Essen – und verleitet zu Gedankenspielereien: Seit Einstein wissen wir, dass Raum und Zeit sich in einer vierdimensionalen Struktur als Raumzeit vereinigen können. Auf dem Werksstand in Halle 4 öffnet Citroën, die schon mit früheren Autokonstruktionen (z. B. DS) der Zeit ein Schnippchen geschlagen hat, eine solche vierte Dimension: Raum in Form des historischen Transporters Citroën HY und auch in Form des grenzenlos offenen Citroën Méhari trifft in Essen auf Zeit. Die erscheint in Form der Zukunft – mit den in diesem Jahr neu auf den Markt kommenden neuen Modellen Citroën SpaceTourer und EMéhari mit Elektromotor. Beide neuen Citroën-Kreationen feiern auf der Techno-Classica Essen übrigens ihre Deutschland-Premieren.   Dazu hält „Amicale Citroën & DS Deutschland“ mit ihrem ClubGemeinschaftsstand „Citroën-Straße“ in Halle 9.1 die Trikolore hoch – und feiert das Jubiläum „125 Jahre Panhard“ mit außergewöhnlichen Exponaten der im Jahr 1957 mit Citroën fusionierten Marke. Darunter befindet sich mit dem Panhard & Levassor P2D aus dem Jahr 1892 das älteste in größeren Stückzahlen (von 1890 bis 1896 in 180 Exemplaren) produzierte Automobil der Welt. Darüber hinaus werden einige Citroën-Klassiker präsentiert, darunter ein SM, ein CX, ein 2CV, ein Traction Avant und eine DS.

Ferrari-Werksstand auf der Techno Classica 2016

Der Ferrari-Werksstand in Halle 3 wird in diesem Jahr traditionell wieder von Eberlein Ferrari Kassel betreut, jener Firma, die auf zehn Jahre als offizielles Ferrari Classiche Zertifizierungs-Zentrum in Deutschland zurückblicken kann. An automobilen Hinguckern fährt Eberlein einen Ferrari 365 GTC/4 auf, dazu einen 365 GTB/4 Daytona in der seltenen Plexischeinwerfer-Version und eines der auf 559 Exemplare limitierten Sondermodelle des 575 Superamerica mit drehbarem Targadach aus dem Jahr 2005. Drei der klassischen Achtzylinder-Ferrari runden die Klassik-Schau ab: ein 308 GTi, ein 308 QV und ein GTS Turbo.  Um zu demonstrieren, wie die Ferrari-Abteilung „Taylor Made“ in Maranello neue Ferrari-Modelle mit dem Spirit der Ferrari-Klassiker versieht, ist auf dem Stand ein neuer California T in der Farbe und Ausstattung zu sehen, wie einst der Ferrari 250 SWB von Eric Clapton gestaltet war. Außerdem stellt Eberlein für die Feinschmecker unter den Kennern einen Ferrari 250 GTE aus, der durch seine Historie und unverbastelten Original-Zustand besonderen Charme versprüht. Für die Geschichtsschreibung und Echtheitsprüfung wichtig: Eberlein präsentiert als erster und einziger   offizieller Vertreter von Ferrari Classiche auch 2016 wieder die offizielle Zertifizierung und das „Certificato di Autenticita“ des Werks in Maranello.

Fiat auf der Techno Classica 2016

Fiat bietet den rund 190.000 Besuchern der Techno-Classica Essen eine Deutschland-Premiere: 50 Jahre nach Produktionsbeginn des historischen Fiat 124 Spider präsentiert der FCA-Konzern (Fiat Chrysler Automobiles) die Neuauflage des klassischen 124 Spider offiziell der deutschen Öffentlichkeit. Und damit deutlich wird, woher die Gene des modernen Spiders kommen, stellt Fiat den Klassiker direkt daneben. Der Fiat 124 Spider war einer der erfolgreichsten offenen Fiat-Zweisitzer – von Produktionsstart im Sommer 1966 bis Einstellung des Serienbaus im Jahr 1985 wurden bei Fiat respektive Pininfarina knapp 200.000 dieser attraktiven offenen Ferrari für den kleinen Mann gebaut.

Ford auf der Techno Classica 2016

Ford stellt bei der diesjährigen Techno-Classica Essen anlässlich des Starts von vier Ford-GT-Rennfahrzeugen in Le Mans am 18. und 19. Juni 2016, vor allem aber zur Erinnerung an den historischen Dreifachsieg des legendären GT40 im Jahre 1966 gleich drei historische Ford GT 40 in Halle 3 aus. Traditionell wird der Auftritt der Kölner wieder zusammen mit den 13 wichtigsten deutschen Ford-Clubs gestaltet.  Ein weiterer Grund zum Feiern: Der Ford Fiesta wird 40, und Ford gibt eine Party: La Fiesta – das Fest für den Fiesta, der in seinen diversen Entwicklungsstufen seit 1976 gebaut wird. Ausgestellt sind: Fiesta MK1, 1100S mit Original-RS-Kit, Fiesta MK1 Einsitzer, Fiesta MK2 Cabriolet, Fiesta MK3 und Fiesta MK4 Brazil Pick Up. Als Vertreter der Leistungsklasse werden zudem ein Fiesta MK1 BDA und ein Fiesta RS gezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation auf dem Ford-Areal ist das Thema „Performance“ und zeigt sich in Form von Sierra Cosworth RS 500, Escort MK1 RS 2000, Escort Mexico, Capri MK 2 mit May-Turbo, Mustang 429 Boss und Granada MK 3 mit Cosworth-Umbau. Weitere Jubiläen: 50 Jahre Ford Taunus P 6 (Exponat: Ford 15 M RS) und 50 Jahre Ford OSI 20m/TS (Exponat: Ford OSI 20m/TS).   Eine lange Tradition hat bei Ford die regelmäßigen Techno-ClassicaEssen-Besuchern wohlbekannte Waffelbäckerei: Täglich ab 14 Uhr werden auf dem Stand Waffeln in Form des Ford-Logos frisch gebacken und kostenlos ausgegeben.

Jaguar Land Rover auf der Techno Classica 2016

Traditionell in Halle 2 residiert Jaguar Land Rover bei der TechnoClassica Essen, seit diesem Jahr erstmals größter Automobilhersteller Großbritanniens. Im Fokus steht eine Premiere aus dem KlassikBereich: Der bislang unter dem Namen Jaguar Land Rover Heritage   geführte Geschäftsbereich für alle Aktivitäten rund um die klassischen Modelle der beiden ikonischen britischen Marken firmiert jetzt unter einem neuen Namen: Jaguar Land Rover Classic. Auch unter der neuen Bezeichnung wird sich die dem Geschäftsbereich Special Operations angegliederte Classic-Abteilung schwerpunktmäßig mit der Restaurierung und dem Service rund um historische Fahrzeuge, dem Versand von Original-Ersatzteilen sowie spannenden Erlebniswelten für Kunden und Besitzer historischer Modelle beschäftigen. Die automobilen Exponate unterstreichen das neue Jaguar-Land-Rover-Thema: Ein XJS-Rennwagen als TWR-Rekreation, mindestens ein Jaguar E-Type und ein Land Rover Serie 1 werden unter dem Thema „vom Scheunenfund zur Werksrestaurierung“ präsentiert. Das Bild rundet der letztgebaute Land Rover Defender ab.

Automobili Lamborghini auf der Techno Classica 2016

Automobili Lamborghini feiert 2016 nicht nur den 100. Geburtstag ihres Firmengründers Ferruccio Lamborghini, sondern auch das 50jährige Jubiläum des ersten Lamborghini-Supersportwagens moderner Prägung: 1966 begann die Produktion des superflachen Miura mit quer eingebautem V12 und integriertem Getriebe. Fünf Jahre später feierte der Miura SV (Superveloce) seine Weltpremiere zusammen mit seinem revolutionären Nachfolger Countach LP 500 im Frühjahr 1971 auf dem Automobilsalon in Genf. Er stand dort allerdings nicht bei Lamborghini, sondern auf dem Stand von Bertone. Bei dem auf der Techno-Classica Essen 2016 ausgestellten Miura SV handelt es sich um genau das Exemplar, das Lamborghini auf dem Genfer Autosalon 1971 präsentierte. Er wurde gerade aufwändig und originalgetreu in der Lamborghini-Classic-Abteilung Polo Storico in Sant‘Agata Bolognese restauriert – er feiert in Essen ergo seine zweite Premiere. Ein zweites, derzeit in Restaurierung befindliches Exemplar wird ebenfalls in Essen zu sehen sein.

Mercedes-Benz auf der Techno Classica 2016

Seit dem Produktionsende des Heckflossen-Cabriolets der Baureihe W 111 im Frühsommer 1971 produziert Mercedes-Benz mit dem neuen S-Klasse Cabriolet erstmals wieder ein Stoffdach-Auto der Luxusklasse. Noch bevor das neue S-Klasse Cabriolet am 16. April dieses Jahres zu den Mercedes-Benz-Händlern kommt, wird es auf der Techno-Classica Essen präsentiert. Dazu gesellen sich weitere luxuriöse Cabriolets aus der Historie von Mercedes-Benz. Unter den elf luxuriösen Stoffdach-Automobilen befinden sich mit dem aktuellen C-Klasse Cabrio der Baureihe A 205, dem SL Roadster der Baureihe R 231 und der erwähnten neuen S-Klasse drei moderne Fahrzeuge. Zu den für eingefleischte Oldtimer-Enthusiasten besonders interessanten Exponaten zählen Klassiker aus Vorkriegszeiten, wie ein 500 K Cabriolet B, ein 500 K Spezial-Roadster; aus Nachkriegszeiten der 300-SL-Rennwagen des Jahres 1952 (W 194 #5) mit Roadster  Karosserie, ein 300 SL (W 198 II) Roadster aus dem Jahr 1957 und ein Cabriolet der erwähnten W-111-Baureihe.   Zusätzlich gibt es eine Standfläche der Classic Partner – und als Novität präsentiert sich erstmalig der neue Fahrzeughandel „ALL TIME STARS“ (http://alltime-stars.com) des Mercedes-BenzMuseums auf der Techno-Classica Essen mit interessanten Offerten. Traditionell runden die offiziell anerkannten Mercedes-BenzMarkenclubs mit dem Daimler-typischen Erscheinungsbild das SternEnsemble optisch ab.

Opel auf der Techno Classica 2016

Bei Opel stehen in diesem Jahr alle Zeichen auf GT. Was 1965 auf der IAA in Frankfurt mit der Studie Experimental GT begann, fand auf dem gerade beendeten Genfer Automobilsalon mit dem GT Concept seine überraschende Fortsetzung. Auf der Techno-Classica Essen feiert der Sportwagen der Zukunft jetzt seine Deutschland-Premiere im Kreise seiner teils sehr exklusiven Verwandtschaft, zusammen mit dem Experimental GT von 1965.  Mit der Sportwagen-Studie schreibt der Rüsselsheimer Hersteller ein neues Kapitel GT-Geschichte und schließt direkt an die Philosophie des Experimental GT von 1965 an. In Essen zeigt Opel neben dem 1965er Experimental GT einen roten Serien-GT, den neuen GT Concept und aus historischen GT-Zeiten drei prächtige Vertreter der Fahrzeugveredelung: Die pfeilschnellen GT von Conrero, Gerent und Irmscher. Der GT aus dem italienischen Conrero-Rennstall war der Held der Targa Florio (9. Gesamtrang!) von 1971. Der Conrero Squadra Corse gelang es damals, die Konkurrenz in der Zwei-LiterGT-Klasse – fast immer Porsche 911 und 914/6 – mit dem Opel GT nicht nur zu beeindrucken, sondern auch zu schlagen. Beim Gerent GT handelt es sich wie beim Conrero GT um ein „Gruppe-4Fahrzeug nach Anhang J“, das erfolgreich Rennen in der Zwei-LiterKlasse fuhr. Der Irmscher GT ist ein Neuaufbau eines vom damaligen Opel-Tuner Irmscher gefertigten Power-GT in bester Qualität.

Peugeot auf der Techno Classica 2016

Peugeot baut in diesem Jahr bei der Techno-Classica Essen auf den Peugeot 504 Coupé/Cabriolet Club: Mit zwei der charmantesten Fahrzeuge aus der mehr als 125-jährigen Automobil-Geschichte der Marke Peugeot präsentiert der Club die älteste heute noch existierende Automarke der Welt auf der Klassiker-Weltmesse in Halle 4. Eines der bei Pininfarina in Turin vom Frühjahr 1969 bis zum Produktionsende im Juni 1983 gefertigten Peugeot 504 Cabriolets demonstriert zusammen mit einem 504 Coupé auf dem Stand in Halle 4 das zeitlos elegante Design der mit Vier- und später auch mit Sechszylinder-Motoren lieferbaren Coupés und Cabrios.

Porsche auf der Techno Classica 2016

Porsche Classic vergrößert seine Ausstellungsfläche gegenüber dem vergangenen Jahr um fast das Doppelte und nimmt das Jubiläum „40 Jahre Porsche 924“ zum Anlass, neben der Versorgung mit Originalteilen einen Querschnitt durch die Transaxle-Geschichte zu zeigen: Zu den außergewöhnlichen Exponaten zählen ein Prototyp des Porsche 924 aus dem Jahr 1974, ein 944-Antriebsstrang (ohne Karosserie), ein Schnittmodell des 968 und der letztgebaute Porsche 928 GTS aus dem Jahr 1995. Nach abgeschlossener Komplettrestaurierung präsentieren die Zuffenhausener außerdem einen Porsche 911 2.5 S/T, ein Renn-Elfer aus dem Jahr 1972. Eine separate Fläche nehmen auch zehn europäische Porsche Classic Partner ein – allesamt Porsche-Zentren mit eigenen ClassicAbteilungen, die das komplette Leistungsspektrum rund um historische Porsche anbieten.

Rolls-Royce Motor Cars Ltd auf der Techno Classica 2016

Rolls-Royce Motor Cars Ltd. präsentiert sich in diesem Jahr unter dem Motto „Ghost, unmistakably Rolls-Royce“ („Ghost – unverkennbar Rolls-Royce“) und weist auf die 110-jährige Geschichte des ab 1906 (zunächst als Typ 40/50 hp) gebauten Rolls-Royce Silver Ghost hin. Von 1908 bis 1925 wurde der Luxuswagen im englischen Werk Derby gefertigt. Er nahm für sich in Anspruch, „das beste Auto der Welt“ zu sein. Einen Blick in die Geschichte der Rolls-RoyceAutomobile offeriert einer der im Rolls-Royce-Werk Springfield (Massachusetts/USA) zwischen 1921 und 1926 gefertigten RollsRoyce Silver Ghost aus dem Baujahr 1923 als Highlight des RollsRoyce-Auftritts.  Seit 2009 produziert Rolls-Royce Motor Cars wieder Ghost-Modelle – ohne den Zusatz „Silver“ dafür jedoch mit V12-Motoren anstelle des Sechszylinder-Reihenmotors der historischen Modelle. Die neuen Ghost-Automobile erheben denselben Qualitätsanspruch wie ihre Silver-Ghost-Vorfahren. Auf der Techno-Classica Essen wird der aktuelle, im Jahr 2014 vorgestellte Ghost II mit V12-Maschine zu sehen sein.

Seat auf der Techno Classica 2016

SEAT demonstriert mit seinem offiziellen Werksauftritt in Halle 7, welchen gesteigerten Stellenwert das Thema „Youngtimer – Modern Classics“ in der internationalen Klassik-Szene eingenommen hat. Der seit 1950 existierende spanische Autohersteller nimmt die Historie wichtig: „20 Jahre CUPRA“ lautet das Leitthema der seit über 30 Jahren zum Volkswagen-Konzern zählenden Marke. Im Mittelpunkt der Techno-Classica Essen präsentiert SEAT den ersten Ibiza CUPRA, das sportlichste Ibiza-Modell aus dem Jahr 1996. CUPRA setzt sich übrigens aus den Begriffen Cup Racing zusammen. Das Ibiza Kit-Car von 1996, zu dessen größten Erfolgen der dreimalige Gewinn der Rallye-Weltmeisterschaft in der 2-Liter-Klasse von 1996 bis 1998 zählt, demonstriert die sportlichen Qualitäten des   spanischen Kompaktwagens. Abgerundet wird der SEAT-Auftritt von einem Toledo GT 2.0 aus dem Jahr 1991, dessen Baureihe in diesem Jahr das 25. Jubiläum feiert.

Škoda auf der Techno Classica 2016

Škoda tritt in diesem Jahr zum 15. Mal offiziell als Hersteller auf der Techno-Classica auf – zusammen mit den Marken des VW-Konzerns in der Halle 7. Traditionsgemäß stellt Škoda seinen Stand dem Werksmuseum in Mlada Boleslav und der Škoda-Oldtimer IG zur Verfügung. In diesem Jahr lautet das Motto: „Bewegte Geschichte“. Das tschechische Unternehmen zeigt, welche Bewegungen und Umbrüche der Weltgeschichte Laurin & Klement respektive Škoda in den über 120 Jahren seiner Existenz seit 1895 zu bewältigen hatte – und präsentiert dabei auch den Motorsport als integralen Bestandteil der Unternehmensgeschichte. Ebenso im Mittelpunkt des Škoda-Auftritts steht auch das 40. Jubiläum der Baureihe 105/120 und das Jubiläum „25 Jahre Zugehörigkeit zum VolkswagenKonzern“.  Mit insgesamt 13 historischen Fahrzeugen – von Laurin-&-KlementMotorrädern der Baujahre 1900 bis 1905, über den Škoda Superb des Jahres 1939 bis zum Škoda Felicia aus dem Jahr 1994 – spannt das Unternehmen bei der Techno-Classica Essen den zeitlichen Bogen von der Frühzeit bis zur Moderne. Und in einer nachgestellten Werkstatt wird gearbeitet: So wird ein Gerät zur Verfügung stehen, an dem interessierte Messebesucher die Ventile ihres Oldtimers einschleifen lassen können.

Volkswagen auf der Techno Classica 2016

Bei Volkswagen Classic in Halle 7 steht das Thema „40 Jahre Golf GTI“ im Focus. Statt einer der üblichen Paraden aller sieben GTIGenerationen werden die Wolfsburger eine Auswahl an GTISpezialitäten auffahren. Geplant ist, sechs besonders spektakuläre GTI-Varianten zu zeigen – so beispielsweise Design-Studien, Rennfahrzeuge und auch einige GTI-Boliden, wie sie in der Vergangenheit auch bei den von Volkswagen gesponserten legendären Wörthersee-Treffen Furore machten. Den Bogen in die Gegenwart schlägt der aktuelle GTI Clubsport mit 290 PS. Volkswagen Classic Parts, Lieferant von historischen Ersatzteilen, widmet sich mit einigen Exponaten gleichermaßen diesem Jubiläumsthema.   Das Infotainment kommt bei Volkswagen ebenfalls nicht zu kurz: Auf dem Stand gibt es Live-Talks mit prominenten GTI-Fahrern, RennHelden und Technikern. Ferner wird eine Playstation zum Einsatz kommen. Wer mag, kann sich von einem Profi-Fotografen auf dem VW-Stand fotografieren lassen und den Foto-Abzug gleich mitnehmen.    Der Auftritt der eigenständigen Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge ist direkt mit dem Volkswagen-Classic-Stand verbunden. Neben den als Hauptattraktionen gezeigten Volkswagen T1 Kleinbus Sondermodell „Samba“ und dem T6 Generation Six wird wie seit 2008 auch der T1 Becks Bulli vor Ort sein. Eine weitere schöne Tradition pflegt die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge auch in diesem Jahr: Im Freigelände vor der Halle 7 wird wieder der Currywurst-Bulli aufgefahren – dort gibt es die bereits 1973 kreierte VW Currywurst, deren Rezept nach wie vor ein Geheimnis der Wolfsburger ist.

Volvo auf der Techno Classica 2016

Die schwedische Marke Volvo hat schon vor vielen Jahren die große Bedeutung der Techno-Classica als wichtiges Podium der Marken- und Historien-Präsentation erkannt und gehört seit langem zu den Stamm-Ausstellern der Klassik-Weltmesse in Essen. Volvo versteht es auch, Klassik und Moderne in engen Bezug zu setzen. In diesem Jahr beweisen die Schweden dies mit der Deutschland-Premiere des neuen Volvo V90, eines Kombis, der kurz zuvor auf dem Genfer Salon präsentiert wurde. Die zweite Premiere betrifft das Limousinen-Pendant: Auch der neue Volvo S90 wird erstmals bei der Techno-Classica Essen dem deutschen Publikum präsentiert. Passend zum Neuen fährt der seit 2010 in den chinesischen Konzern Geely eingegliederte Personenwagen-Hersteller aus Göteborg unter dem Motto „Volvo – The Estate Heritage“ („Volvo – die Kombi-Historie“) eine Palette von Raumtransporten aus der nunmehr 89jährigen Geschichte des ältesten schwedischen Autobauers auf. In der Reihenfolge ihrer Baujahre sind dies: Volvo PV 445 Duett von 1957, Volvo 145 Kombi von 1968, Volvo Amazon Kombi von 1969 (das letztgebaute Exemplar), Volvo 1800 ES von 1972, Volvo 245 Kombi von 1993 (das letztgebaute Exemplar) und ein Volvo 850 T5-R von 1994.

Porsche auf der Techno Classica – Restaurierter 911 2.5 S/T als Höhepunkt

Bild: Porsche

Ein Stück Motorsportgeschichte auf der Techno Classica: Porsche Classic präsentiert in Essen vom 6. bis 10. April 2016 erstmals einen komplett von den Werksspezialisten restaurierten 911 2.5 S/T. Das Fahrzeug wurde erst vor wenigen Jahren in den USA wiederentdeckt. Zum vierzigjährigen Jubiläum der Porsche Transaxle-Modelle sind außerdem Exponate der Modelle 924 bis 928 auf dem Stand zu sehen. Darüber hinaus stellt Porsche Classic die Neuauflage des Schwingungsdämpfers für die 911-Baureihe 993 und eine Auswahl aus dem mehr als 52.000 Positionen umfassenden Original-Teilesortiment vor.

Werksrestaurierung in Perfektion: Der Rennsportwagen 911 2.5 S/T von 1972

Welche Kompetenz der Stuttgarter Sportwagenhersteller im Bereich der Fahrzeugrestaurie- rung bietet, beweist Porsche Classic am Beispiel des 911 2.5 S/T von 1972. Der vor einigen Jahren von einem Sammler und Enthusiasten in desolatem Zustand in den USA entdeckte Sportwagen wurde über einen Zeitraum von rund zweieinhalb Jahren aufwendig restauriert. Gerade die Karosserie des 911 2.5 S/T forderte bei den Restaurierungsarbeiten die Porsche Classic Experten. So zeigte sich nicht nur ein Umbau des 911 auf das spätere G-Modell, sondern auch ein Unfallschaden, der unsachgemäß repariert worden war. Dementsprechend aufwendig gestalteten sich die Karosseriearbeiten, die unter anderem den anspruchsvollen Rückbau und die in Handarbeit ausgeführte Nachfertigung der Kotflügelverbreiterungen umfassten. Vom US-amerikanischen Rennfahrer und Rennsport-Filmemacher (“The Speed Merchants”) Michael “Mike” Keyser 1971 bestellt, startete der 911 2.5 S/T in der Saison 1972 mit Jürgen Barth bei zahlreichen Rennen in den USA und bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Im Februar 1972 bestritt er zunächst die 6 Stunden von Daytona, anschließend die zwölf Stun den von Sebring, gefolgt von der Targa Florio sowie dem 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Bei den 24 Stunden von Le Mans gelang nicht nur der Klassensieg bei den GT-Fahrzeugen bis drei Liter Hubraum, sondern zudem ein formidabler 13. Rang in der Ge- samtwertung. Es folgten im Laufe der Rennsaison 1972/73 noch weitere Einsätze in Watkins Glen sowie auch Indianapolis.

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